Büro- und Schreibwaren, ehemals Posselt


Bilder und Erinnerungen an eins der gediegensten Ladengeschäfte der Vogtlandmetropole.

Reklame und Briefkopf der Geschäftspost verhießen dem Kunden Akzise- Druckerzeugnisse, Buchbinderei, Schreibwaren, Büro-, Zeichen- und Schulbedarf. Der Laden befand sich in der Weberstraße. Sie wurde nach der Wende entgültig von Wöhrl- Komplex und Oheimpassage "aufgesogen".

Wer damals, vor 1945, das "Posseltsche Reich" betrat wurde umfangen von einer Kombination aus Ebenholz-schwarz und Messinggold.

Dennoch konnte von Schwellenangst angesichts eines protzig- teuren Etablissements nie die Rede sein. Der Pfennigartikel wurde ebenso freundlich und vor allem kompetent verkauft, wie Schreibmaschinen oder handgeschöpftes Büttenpapier. Kompetenz, Verbindlichkeit und umfassende Sach- und Fachkenntnis schafften Vertrauen. Eine Erkenntnis die auch dem Personal so manches heutzutage eilfertig aus dem Boden gestampften Geschäftes wohl anstünde.

1864 hatte Stammvater Wenzel Julius Posselt, gerade mal 25 jährig, sein Unternehmen gegründet. Seine Ehefrau holte er sich aus der Tennera.

Vier Kinder seien dieser Ehe entsprossen. Alles Töchter, eine hübscher als die andere. Feine Töchter aus vermögendem Hause, da standen bald die Schwiegersöhne auf der Matte. Einer der Anwärter, Richard Trampel war es dann auch, der das Haus Posselt fortführte. Er expandierte. Gegenüber vom Café Trömel, mitten im Herzen Plauens faste Trampel in Posselts Namen Fuß. Was nicht im Ressort ist, muss umgehend heran geschafft werden. Und dieses Bemühen muss man den Kunden auch wissen lassen. König und Diener in einer Person.

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